Meine Bewerbung zur Nominierung als Kandidat


Liebe Freundinnen und Freunde,

die GRÜNEN stehen bei der Kommunalwahl in Ratingen und in den Kommunen in NRW vor ganz besonderen Herausforderungen. Viele Bürgerinnen und Bürger sehen bei uns die größten Kompetenzen bei der Lösung der Zukunftsfragen wie dem Klima-schutz, der Energie- und Verkehrswende.
Die neu gewählte Fraktion im Rat wird eine Vielzahl an qualifizierten Frauen und Männern mit fundierten Kenntnissen benötigen, um eine ökologische, nachhaltige und soziale Politik für unsere Stadt zu gestalten. Verantwortliche Politik der GRÜNEN in Ratingen bedeutet aber auch, den Wähler-innen und Wählern in unserer Stadt eine kompetente und engagierte Alternative für das Amt des Bürgermeisters zur Wahl zu stellen.
Mit meiner langjährigen Verwaltungserfahrung und Führungsverantwortung in der Leitungsebene des Regionalverbandes Ruhr (RVR) will ich mich dieser Verantwortung für die GRÜNEN in Ratingen stellen. Mit einer hohen persönlichen Motivation bewerbe ich mich um Euer Vertrauen für eine Kandidatur zur Wahl zum Bürgermeister der Stadt Ratingen.
„Vater des Radschnellwegs Ruhr“, hat mich der damalige Verkehrsminister Groschek bei der Eröffnung des bundesweit ersten Radschnellwegs zwischen Essen und Mülheim genannt. Für mich persönlich weitaus bedeutsamer war aber die Rot-Grüne Entscheidung, den Bau von Radschnellwegen dem Bau von Landestraßen in unserem Land gleichzustellen. Dies war der Durchbruch für den Bau von Radschnellwegen im gesamten Land und die Verantwortung für den Bau des Radschnellwegs Ruhr liegt seitdem beim Landesverkehrsminister.
Aus meiner fachlichen und politischen Überzeugung heraus, dass eine Verkehrswende nur mit dem Fahrrad als vollwertigem Verkehrsmittel gelingen kann, war die von mir verantwortete Planung für das Regionale Radwegenetz in der Metropole Ruhr die zukunftsorientierte Fortsetzung für eine nachhaltige regionale Mobilität. Dieser Bedarfsplan für das Regionale Radwegenetz erhielt 2019 den Deutschen Fahrradpreis des Bundesverkehrsministers.

Ich habe im Vorfeld meiner Bewerbung intensiv abgewogen, ob ich mich für das Amt des Bürgermeisters bewerben soll. Denn als Beigeordneter bin ich Ende 2019 beim RVR abgewählt worden. Der politisch motivierte Anlass hierfür war die Verschiebung der Fertigstellung des Regionalplans. Die mich tragende Grüne-Fraktion im RVR und die Grüne-Partei im Ruhrgebiet waren in der Frage meiner Abwahl tief gespalten. Am Ende fiel die politische Entscheidung gegen mich, um dafür das Vorschlagsrecht der Neubesetzung der Stelle für die Grüne-Partei im Ruhrgebiet zu behalten. Mein neu eingeführtes Beteiligungsformat „Regionaler Diskurs“ hat bundesweit fachlich hohe Anerkennung und Nachahmung gefunden. Am Ende waren neue landespolitische Vorgaben ein zusätzlicher Beitrag der Verschiebung, weil für schwarz-gelb im Land ungehemmtes Wachstum bei Gewerbeflächen oder beim Kiesabbau wichtiger als der Schutz des Freiraumes oder der Schutz wertvoller Böden ist.

Im Jahr 2011 habe ich meinen Lebensmittelpunkt von Dortmund nach Ratingen verlegt und bin hier schnell heimisch geworden. Die Lage der Stadt im Grünen, der Wochenmarkt in einer urbanen Innenstadt und lebenswerte Stadtbezirke prägen die besonderen Qualitäten unserer Stadt. Ich würde mich freuen, mit Euch gemeinsam die Entwicklung der Stadt Ratingen hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt, hin zu einer klimaschützenden Stadt und hin zu einer solidarischen Stadt mit einer bürgerorientierten Wohnungs- und Liegenschaftspolitik in den nächsten Jahren zu gestalten.

Ich bitte um Ihr und Euer Vertrauen!

Martin Tönnes